Jan M. Piskorski: Die Verjagten

Lieferzeit:
ca. 1 Woche ca. 1 Woche
Lagerbestand:
2 Stück
24,99 EUR
inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand

DIE VERJAGTEN.

Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts

Das Drama des Jahrhunderts - Flucht, Deportation, Heimatverlust

Ob aus ökonomischen, religiösen oder politischen Gründen – das Verjagtwerden wurde im Europa des 20. Jahrhunderts zu einer Massenerfahrung und zu einem Drama, das bis heute in vielen Familien nachwirkt. Abermillionen von Vertriebenen, Flüchtlingen und Entwurzelten wurden im Europa des 20. Jahrhunderts von der Geschichte überrollt. Ein längst überfälliges Buch, das nicht aufrechnet, sondern aufklärt.

Das 20. Jahrhundert wird auch als Zeitalter der Vertreibungen bezeichnet. Durch Europa strömten bereits um den Ersten Weltkrieg Wellen von Menschen, die vor ethnischen Verfolgungen flohen. Am Ende des Jahrhunderts wurden Zwangsmigrationen vor allem durch den Zusammenbruch des kommunistischen Systems ausgelöst. Piskorski legt mit seinem preisgekrönten und auf breiter Quellen- und Literaturbasis geschriebenen Buch die erste europäische Geschichte des Zeitalters der Vertreibungen vor. Er spricht vom Exodus der Serben 1915, von den sowjetischen Deportationen der 1930er- und 1940er-Jahre, den Vertreibungen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, von der Evakuierung von Kindern aus dem von Bombenangriffen bedrohten London, von der Flucht der Italiener aus Istrien nach dem Krieg und schließlich vom Zerfall Jugoslawiens am Ende des 20. Jahrhunderts. Ein leidenschaftliches, mahnendes, mitunter auch provokantes Buch, das man nicht unberührt aus der Hand legt.

 
Kurzvita

Jan M. Piskorski, geboren 1956, ist einer der profiliertesten polnischen Historiker. Er ist Professor für Vergleichende Geschichte Europas an der Universität Stettin. Gastprofessuren führten ihn u.a. nach Mainz, Halle (Saale) und Osnabrück. Als Essayist schreibt er für zahlreiche polnische und ausländische Zeitungen und Zeitschriften. Mit seiner Streitschrift »Vertreibung und deutsch-polnische Geschichte« (2007) trug er eine wesentliche Stimme zur Debatte um das Zentrum gegen Vertreibung in Berlin bei.